Gundula Sommerer besitzt ein besonderes Talent dafür, Formsprachen für Gefühlslagen und Innenwelten zu finden. In ihrer Kunst reflektiert sie ihre eigenen Lebensphasen, sodass im Laufe der Zeit ein Repertoire entstanden ist, das ebenso vielfältig ist wie das Leben selbst.
Die kohlenschwarze Färbung und feinen Rissstrukturen erhalten die Objekte durch die Raku-Brenntechnik. Dabei werden die Werkstücke glühend heiß aus dem Ofen entnommen und anschließend in Sägemehl gelegt, wo sie durch den beim Verbrennungsprozess freigesetzten Kohlenstoff geschwärzt werden. Die so entstehenden Oberflächen entwickeln eine eigenständige, ausdrucksstarke Ästhetik. Ihren Ursprung hat die Raku-Brenntechnik in Japan, wo sie im 16. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Teezeremonie entstand.
Gundula Sommerer wurde 1950 in Stade geboren. Von 1969 bis 1975 absolvierte sie eine Ausbildung zur Kunsterzieherin und studierte anschließend von 1975 bis 1977 Keramik und Plastik an der Hochschule für Gestaltung in Bremen. Danach machte sie sich in Visselhövede als Keramikerin selbstständig. Studienreisen und ihre Arbeit führten sie in die USA und für mehrere Jahre nach Frankreich, bevor sie 2004 nach Deutschland zurückkehrte. 2011 ergänzte sie ihre Ausbildung durch
eine Qualifikation zur Kunsttherapeutin. Gundula Sommerer ist Mitglied im Berufsverband Angewandte Kunst Schleswig-Holstein und im FFKK (Flensborg Fjords Kunst & Kulturforeningen). Von 2016 bis 2020 war sie Mitglied im Danske Kunsthandvaerkere & Designere. Seit 2017 betreibt sie gemeinsam mit Ueze Oldenburg die Galerie TonArt in Flensburg. Ihre Werke sind regelmäßig auf Ausstellungen im In- und Ausland vertreten, unter anderem in Frankreich, Dänemark und Österreich.