Manufaktur
Marie Martin
Über das Objekt: Die matt weiß glasierte Vase aus Steinzeugton ist mit einer Höhe von 13 cm und einem Durchmesser von 28 cm eine besondere Erscheinung. Ihre minimalistische Form und zeitlose Ästhetik harmonieren mit dem Gedicht „Mondnacht“ von Joseph von Eichendorff, das vertikal in einem 7 cm breiten Schriftband auf der Vase eingearbeitet ist. Das Licht fällt auf die erhabenen Buchstaben und rückt den Text eindrucksvoll in den Mittelpunkt. Himmlisch schön!
Herstellungsverfahren: Die Keramik wurde aus Steinzeugton auf der Drehscheibe geformt und anschließend mit einem von der Künstlerin selbst entwickelten Werkzeug beschriftet. Besonders an der feinen Schrift in Großbuchstaben ist, dass sie ein Relief auf der Oberfläche bildet und aus einer Engobe aus demselben Steinzeugton besteht, aus dem auch das Objekt gefertigt wurde. Anschließend wurde die Keramik glasiert und im Elektroofen bei 1250 °C gebrannt.
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Marie Martins Geschirr und Vasen können wie folgt gepflegt werden:
Marie Martin ist eine französische Keramikerin. Sie lebt zur Zeit mit ihrer Familie in Valencia, Spanien, wo sie auch ihr Atelier hat.
Marie ist in den französischen Alpen als jüngstes Kind einer Großfamilie aufgewachsen. Schon in ihrer Kindheit verbrachte sie viel Zeit in der Natur und entdeckte im Alter von zehn Jahren die Freude am Töpfern an ihrer eigenen Kinderdrehscheibe.
2007 begann sie ihre Keramikausbildung bei einem chinesischen Lehrer in Shenzhen. Acht Jahre später zog es sie nach San Francisco, wo sie an einer örtlichen Universität und in historischen Ateliers wie dem Sharon Art Studio Materialien erforschte und ihren persönlichen Stil entwickelte.
Marie Martin fing 2015 damit an, mit Schrift auf Keramik zu experimentieren. Sieben Jahre später gelang ihr die Entwicklung eines speziellen Werkzeugs, mit dem sie ihre charakteristischen Buchstabenreliefs präzise auf gedrehte Steinzeugkeramik aufbringen kann. Heute entstehen ihre einzigartigen Keramiken auf einem großen, alten Holztisch in ihrer Werkstatt in Spanien, stets begleitet von Musik und einer Tasse grünem Tee.
Ihr Ziel ist es, mit den Texten auf ihren Arbeiten das Wesen unserer Zeit einzufangen und für zukünftige Generationen zu bewahren. Erinnerungen, Traditionen und persönliche Erfahrungen sind Marie Martins Inspiration. Ihre Keramiken können als Artefakte der zeitgenössischen Zivilisation gelesen werden, die immer wieder neue Emotionen wecken und zur Reflexion anregen.
Die Künstlerin sagt selbst: „Ich gehe von einer einfachen, aber kraftvollen Idee aus. Eine Keramik kann in einem Augenblick zerbrechen, aber sie kann auch der Zeit trotzen und Jahrtausende überdauern. Der Ton wird so zum Medium, durch das ich einen bleibenden Eindruck hinterlassen kann."
Die zeitlose Ästhetik ihrer Arbeiten und die Möglichkeit, die Beschriftungen individuell nach den Wünschen ihrer Kundinnen und Kunden zu gestalten, schaffen eine besondere Verbindung zwischen Mensch und Objekt.