Horst Kontak
Horst Kontak lernte 1985 den Holzgestalter Lüder Baier in dessen Werkstatt in Dresden kennen. Diese Begegnung prägte ihn nachhaltig. Fasziniert von der Kunst des Holzhandwerks zog ihn insbesondere eine fein gearbeitete Holzdose in ihren Bann. Zwei Jahre später baute er sich seine eigene Drehbank und begann, sich im Drechseln zu erproben. Was zunächst als Leidenschaft begann, ist seit 2017 die Berufung, die Horst erfüllt.
Angetrieben vom kontinuierlichen Austausch mit Lüder Baier gründete Horst Kontak schließlich 2009 seine Werkstatt „Werken in Holz“. Dort entstand auch seine erste Dose aus Bergahorn, ein Unikat, dem zahlreiche weitere folgen sollten.
Seine präzise gefertigten Holzobjekte wurden unter anderem im Stadtmuseum Pritzwalk ausgestellt sowie bei renommierten Anbietern für Designobjekte wie Elbwood und der Remise in Hamburg präsentiert. Darüber hinaus fanden sie Beachtung in Fach- und Designmagazinen wie Drechsler Magazin, Art Aurea und Living at Home.
Für seine außergewöhnlichen Holzdosen erhielt Horst Kontak 2025 den Von Taube Preis, der für herausragende gestalterische Kreativität und höchste handwerkliche Qualität vergeben wird. Seine filigranen Dosen fertigt der Künstler überwiegend aus einheimischen Hölzern wie Robinie, Linde, Walnuss und Ahorn. Die meisterhafte Handwerkskunst wird unmittelbar spürbar, sobald man die teilweise hauchdünn gedrechselten Objekte mit ihrer raffinierten Verschlusstechnik in die Hand nimmt. Die Deckel gleiten sanft in die Gefäße, wenn sie in Wuchsrichtung des Holzes aufgesetzt werden. Ist die Dose einmal geschlossen, lädt der beinahe magisch anmutende Mechanismus, begleitet von einem charakteristischen Klang, dazu ein, diesen Moment immer wieder zu erleben.
Der individuellen Schönheit und Geschichte des Holzes gibt Horst Kontak bewusst Raum, indem er seine Formen auf das Wesentliche reduziert. So gelingt es ihm, Eleganz und Minimalismus mit Leichtigkeit und spielerischer Raffinesse zu verbinden.
Über seine Arbeit sagt er selbst: „Holzgefäße, aber auch andere Dinge, bilden sich in meinen Gedanken ab, ich sehe viele Bilder, bringe diese zu Papier, zeichnen, verwerfen, folge einer Idee und dann geht es los, immer wieder Anfang, bloß gut…“